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Herzstillstand in der Praxis: Leitfaden für die ersten 3 Minuten

  • PKNM
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Zwei Sanitäter führen CPR an einer liegenden Person durch; grüner ZOLL-AED im Vordergrund zeigt Kompressionen.

Ein Herzstillstand gehört zu den kritischsten Notfällen, die in einer Arzt- oder Zahnarztpraxis auftreten können. Jede Minute ohne Herzdruckmassage und Defibrillation verringert die Überlebenschance erheblich.


Gerade deshalb reicht es nicht aus, einen Defibrillator oder Notfallrucksack bereitzuhalten. Entscheidend ist, dass das gesamte Praxisteam weiß, was in den ersten Minuten zu tun ist.


Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, welche Maßnahmen jetzt Priorität haben und wie Sie Ihr Team optimal vorbereiten.



Warum sind die ersten drei Minuten so entscheidend?


Nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Bereits nach wenigen Minuten können irreversible Schäden entstehen.


Mit jeder Minute ohne Wiederbelebungsmaßnahmen sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich.


Deshalb gilt:


  • Herzstillstand sofort erkennen

  • Hilfe organisieren

  • Reanimation beginnen

  • Defibrillator einsetzen


Diese vier Schritte retten Leben.


Minute 1: Herzstillstand erkennen


Ein Herzstillstand liegt vor, wenn die betroffene Person

  • nicht reagiert

  • nicht normal atmet oder nur nach Luft schnappt

  • bewusstlos ist

Jetzt zählt jede Sekunde.


Sofortmaßnahmen

✓ Patient ansprechen

✓ Bewusstsein prüfen

✓ Atmung kontrollieren

✓ Notruf 112 veranlassen

✓ Team alarmieren


Minute 2: Sofort mit der Herzdruckmassage beginnen


Während ein Teammitglied den AED holt, beginnt eine zweite Person unmittelbar mit der Herzdruckmassage.

Wichtig:

  • Druckpunkt mittig auf dem Brustkorb

  • Frequenz 100–120 Kompressionen pro Minute

  • Drucktiefe ca. 5–6 cm

  • Unterbrechungen vermeiden


Tipp aus der Praxis

Bereits vorab festgelegte Rollen helfen dabei, keine Zeit zu verlieren.

Zum Beispiel:

Person 1 → Reanimation

Person 2 → AED holen

Person 3 → Notruf

Person 4 → Medikamente und Dokumentation


Minute 3: AED einsetzen


Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) analysiert den Herzrhythmus und unterstützt das Team Schritt für Schritt.


Moderne Geräte geben klare Sprach- und Bildanweisungen. Der AED sollte unmittelbar nach Eintreffen angeschlossen werden. Falls ein Schock empfohlen wird, erfolgt dieser nach den Anweisungen des Geräts. Danach wird die Herzdruckmassage sofort fortgesetzt.


Welche Ausstattung sollte in jeder Praxis vorhanden sein?


Ein professionelles Notfallmanagement beginnt bereits vor dem Ernstfall.


Zur Grundausstattung gehören unter anderem:

  • AED

  • Beatmungsmaterial

  • Sauerstoff

  • Notfallrucksack

  • Notfallmedikamente

  • Untersuchungskarten

  • klare Notfallalgorithmen


Ebenso wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Vollständigkeit und Funktionsfähigkeit.


Teamtraining macht den Unterschied


Selbst die beste Ausstattung hilft wenig, wenn Abläufe nicht regelmäßig trainiert werden.

Notfalltrainings helfen dabei,


  • Verantwortlichkeiten festzulegen

  • Kommunikationswege zu verbessern

  • Handlungssicherheit aufzubauen

  • Stress im Ernstfall zu reduzieren


Studien und Leitlinien zeigen, dass regelmäßiges Reanimationstraining die Qualität der Versorgung verbessern kann.


Welche Produkte unterstützen Ihre Praxis im Ernstfall?


AED für die schnelle Defibrillation

Ein Automatisierter Externer Defibrillator gehört heute zur empfohlenen Notfallausstattung vieler Arzt- und Zahnarztpraxen.


Die bei PKNM erhältlichen ZOLL AEDs unterstützen das Team mit Sprachansagen, visuellen Hinweisen und Echtzeit-Feedback zur Herzdruckmassage. Dadurch erhalten Anwender:innen direkt Rückmeldung zur Qualität der Reanimation.


CPR stat-padz®

Zeit ist entscheidend.

Mit den ZOLL CPR stat-padz® können Elektroden schnell und eindeutig positioniert werden. Das spart wertvolle Sekunden und erleichtert den Einsatz des AED.


PKNM Notfallrucksack

Alle Materialien sind übersichtlich nach Einsatzbereichen organisiert und sofort griffbereit.

So vermeiden Sie langes Suchen und gewinnen wertvolle Zeit.


PKNM Notfalluntersuchungskarten

Die Untersuchungskarten unterstützen Praxisteams dabei, in Stresssituationen strukturiert vorzugehen und wichtige Untersuchungsschritte nicht zu vergessen.




Fazit

Ein Herzstillstand in der Praxis lässt sich nicht planen.

Die Vorbereitung dagegen schon.


Eine funktionierende Notfallorganisation besteht aus drei Bausteinen:

✓ geschultes Praxisteam

✓ strukturierte Abläufe

✓ professionelle Notfallausstattung


Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren ermöglicht ein sicheres Handeln in den ersten entscheidenden Minuten.




FAQ


Was ist bei einem Herzstillstand als Erstes zu tun?

Bewusstsein und Atmung prüfen, das Team alarmieren, den Notruf veranlassen und sofort mit der Herzdruckmassage beginnen.


Wann sollte ein AED eingesetzt werden?

Sobald das Gerät verfügbar ist. Die Herzdruckmassage sollte dabei nur so kurz wie nötig unterbrochen werden.


Wie oft sollte ein Reanimationstraining stattfinden?

Empfohlen werden regelmäßige Notfalltrainings, damit alle Mitarbeitenden ihre Kenntnisse auffrischen und Abläufe sicher beherrschen.


Welche Ausstattung sollte jede Arztpraxis bereithalten?

Dazu gehören unter anderem ein AED, ein professioneller Notfallrucksack, Beatmungsmaterial, Notfallmedikamente sowie klare Notfallalgorithmen und regelmäßige Teamtrainings.

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